Es geht immer mehr auf den Winter zu.
Wenn noch im Oktober die Mücken fliegen sollten, so ist doch der Winter nahe.
Man sucht aus allen möglichen Anzeichen zu ergründen, wie der kommende Winter werden wird:

  • „Ist im Oktober das Wetter eil, bringt er her den Winter schnell."
  • ,,ls Oktober warm un fin, kommt scharpen Winter drin."
  • „Scharren die Mäuse  sich ein, wird's ein kalter Winter sein."
  • „Sitzt im Oktober das Laub noch fest am Baum, fehlt ein strenger Winter kaum."
  • „Ist der Oktober kalt, so macht er fürs nächste Jahr dem Raupenfraß halt."
  • „Hat der Oktober viel Regen gebracht, hat er die Gottesäcker bedacht."
  • „Oktoberwetter zeigt an, wie's künftig um den März wird stehn."
  • ,,Warm Oktober bringt fürwahr uns sehr kalten Februar."
  • „Bringt der Oktober Frost und Wind, wird Januar und Körnung gering."
  • „Wie Oktober, so der März, das bewährt sich allerwärts."
  • „Kommt die Fledermaus ins Dorf, so sorg' für Holz und Torf."

Auch die Heiligenfeste des Monats werden von einer großen Zahl von Bauernregeln umrahmt.

  • „Laubfall an Leodoar (2.10.)kündet an ein fruchtbar Jahr."
  • „Regnet's an St.Dionys (9. 10.) wird der Winter naß."
  • „Calixt (St. Calixtus 14.10.) klebt die tube fix."

Der größte Wetterpatron des Monats ist der heilige Gallus (16. 10.)- Er fordert uns auf, die letzten Früchte zu ernten.
Die Kühe werden nun nicht mehr ausgetrieben. Die Vögel hören nun auf zu singen.
Als Lostag hat der Gallustag auch seine besondere Bedeutung.:

  • ,,Am heiligen Gallus der Apfel in den Sack muß."
  • „Galles, schaff heim alles."
  • „Auf Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall."
  • „Tritt Sankt Gallus trocken auf, folgt ein nasser Sommer drauf."
  • „Sankt Gallen läßt den Schnee fallen."
  • „Mit St. Hedwig (auch am 5. 10.) und St. Gall' schweigt der Vögel Sang und Schall."
  • „Wer an Lukas (18. 10) Roggen streut, es im Jahr drauf nicht bereut."
  • „Sankt Ursulas (21.10.) beginn, zeigt auf den Winter hin."
  • „Vor Ursula muß das Kraut herein, sonst schneien Simon und Judas (28. 10.) drein."
  • „St. Simon und Jüd' bringt den Winter unter de Lud."
  •  „Durch Oktobermücken laß dich nicht beicken."                        ,