Der November (althochdeutsch Nebelung genannt) bringt dunkle, naßkalte Tage.
So soll es nach Ansicht der Bauern auch sein. Ein nasser, regenreicher November soll sich auf den Winter auswirken. 
Schnee ist im November gern gesehen, er deckt die Saaten zu und schützt sie vor starkem Frost:

  • „Im November viel naß, auf der Wiese viel Gras.“
  • ,,November hell und klar ist übel für's nächste Jahr.“
  • „Wenn im November die Wasser steigen, so werden sie sich auch im Winter zeigen." 
  • „Wenn im November die Ems  Hochwasser führt, dann ist alle Wintermonate  Flut bei nur kurzem Winter.“ 
  • „Im   November Wässerung ist der Wiesen Besserung“
  • ,,Zeigt  November sich im Schnee, bringt er reiche Frucht und Klee.“
  • ,,Gibt's viel Schnee und bleibt er lange liegen, dann reiche Frucht und viel Klee wir kriegen.“

Auch mit  einzelnen   Heiligenfesten des Monates sind Bauernregeln verbunden. 

  • „Ollerhilgen sitt de Winter de Willen, Andrees Misse  (30. 11.) is de Winter wisse.“
  • „Ollerhilgen het et: Buur   mak   fut, et   wärd   alle    Dage schlechter.“
  • „Ollerhilgen stig de Winter up de Hillden, geht de Keuhe in'n Stall un de Schaupe öwerall.“
  • „Je mehr Schnee Leonhard (6. 11.) fällt, desto fruchtbringender wird das Feld."
  • „Martinstag (11. 11.) trüb, macht den Winter lind und lieb."
  • „Bringt  Sankt  Martin  Sonnenschein,  tritt  ein kalter Winter ein.“
  • „Den   Martin   und   den   Andreas   (30.   11.)   sieht   man lieber dürr als naß.“
  • „Häf Martines en witten Baord, krigg de Winter gode  Ort.“
  •  „St.   Elisabeth (19.   11.) sagt  an,  was   der  Winter  für  ein Mann.“
  • ,,Mariä Opferung  (21. 11.) klar und hell   macht den Winter streng ohn Fehl."
  • „Sankt Kathrein (25. 11.) läßt den Winter ein.“
  • „Wird's um  Kathrein trüb und rein, so wird's auch   der  nächste   Hornung  sein.“

Am  letzten  des  Monats ist das Fest des Apostels Andreas.
Die Nacht des Andreastages gehört zu den gesegneten Nächten, die einen  Blick in die Zukunft gestatten.
Andreasschnee soll einhundert Tage liegen bleiben. Von ihm weiß man als Wetterpatron zu sagen:

  • „Andreasschnee tut Korn und Weizen weh“
  • ,,Andreasschee ist noch ein besserer Trost als viel Regen und darauf Frost.“
  •  „Beacht' in der Andreasnacht, was für ein Gesicht das Wetter macht; so wie es ausschaut,
    glaub's fürwahr, bringt's gutes oder schlechtes Jahr.“

Das Laub, das im November  noch  fest  an den   Bäumen  sitzt,   prophezeit:

  • ,,Sitzt der November fest im Laub, wird der  Winter   hart,   dasglaub‘.“
  • „Fällt im November das Laub sehr früh zur Erden, soll ein feiner Sommer werden.“