Der erste Schnitt des Grases beginnt in der ersten Junihälfte.
Der Kuckuck soll nach Johannis nicht mehr rufen, denn dann wächst es nicht mehr gut.
Für den Monat Juni hat der Bauer folgende Sprüche zur Hand:

 „Mit der Sense, Barnabas schneidet ab das lange Gras."

  •  „Wenn kalt und naß der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr."
  •  „Juni drüge, möhr äs natt, füllt met gudden Wien dat Fatt."

  Die Wetterpropheten des Monats wissen zu sagen:

  • „Macht Medardus (8. 6.) feucht und naß, regnet's ohne Unterlaß."
  • „Sankt Viet (15. 6.) bringt Fliegen mit."
  • „Regnet es am Vitustag, fruchtbar Jahr man hoffen mag."
  • „Sünte Viet, dann ännert sick de Tied:
    dann geht dat Gras in de Kante staun un de Nachtigal häf dat Singen daun."
  •   „Vor Johannis (24. 6.) bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen."
  •  „Schreit der Gauch nach Johann, kündet Mißwachs er uns an."
  •  „Vor Johanni rängt in'n Sack, nao Johanni rängt ut'n Sack."
  • „Johannis rue  - Jakob brat'n."

  Den Reigen der Wetterpropheten im Juni beschließen die Apostelfürsten:

  • „Regnet es an Peter-Paul, wird des Winters Ernte faul."