Vom Januar (althochdt. Hartung genannt) erwartet der Bauer viel Schnee und Kälte.
Soll alles recht gedeihen, muß der Januar ein recht herzhafter, derber Wintermonat sein.
Ist es dagegen im Januar mildes Wetter, dann droht keine gute Ernte:                                                                                                                                           

  • "Januar muß vor Kälte knacken, wenn die Ernte gut soll sacken."
  • „Neijohrsnacht hell und klaor, bedüt' up'n gut Jaohr."
  • "Januar warm, daß Gott erbarm. „Januarrängen brink kienen Säegen."
  • „Tanzen die Mücken im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.“
  • „Ist der Jänner naß, bleibt leer das Faß.“

Nebel im Januar ist wenig beliebt, denn nach der Erfahrung der Alten sollen hundert
Tage nach dem Nebel im Januar Niederschläge eintreten. So ist wohl die Regel begründet:

  • „Auf viel Nebel im Januar folgt oft ein nasses Frühjahr.“

Im Laufe dieses Monats werden die Tage schon länger, damit ist jedoch nicht gesagt,
daß die Kälte nachläßt, denn:

  • „Wenn de Dag fank an tau längen, fänk de Winter an tau strängen.“

In den Januar fallen auch einige Lostage.

Der Dreikönigstag sagt, wie es im kommenden Jahre mit der Weinernte bestellt ist:

  • „Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel Wein in diesem Jahr.“

Von Fabian und Sebastian  an soll kein Holz mehr gefällt werden.

  • „Fabian und Sebastian (20. 1.) mott de Saft in de Böme gaohn.“
  • „Bringt St. Vinzenz (22.1.) Sonnenschein, bringt er auch viel Korn und Wein.“
  • ,,Pauli Bekehr( 25.1.) , der halbe Winter hin, der halbe Winter her.“

Die Schuljugend versuchte nun schon Flöten aus Weidenholz anzufertigen.
Dabei war es üblich, durch mancherlei Zaubersprüche, die ,,Bastlöserreime“,
das Ablösen der Rinde zu fördern.