Der Februar (althochdt. Hornung genannt) muß nach Ansicht der Bauern ein rechter Wintermonat sein.
Ein milder Februar verspricht kein gutes Jahr:

  •  ,,Rauher Nord im Februar meldet an ein fruchtbar Jahr, wenn er aber jetzt nicht will, bläst er sicher im April."
  • „Februar Schnee und Regen, deutet an den göttlichen Segen."
  • „Wenn's der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht."
  • „Wenn de Müggen in'n Hornung spält vor't Pörtken, dann magste wal wahren dien Oertken"
  • „Danzet de Müggen in'n Februar, gift'n lates Freujohr."

 Der Februar sagt von sich selbst:

  • Februar seggt: "Wenn ick sovele Macht hädde äs min Bror Jan, (Januar) dann löt ick et an eene
    Kante innen Pott koken un an de ännere Kante fresen."

Auch der Tierwelt wird im Februar schon gedacht:

  • „Im Februar mot de Levernk (Lerche) up de Haie, mag em lef wedn of led."
  • „Löcht't up Fastnacht vull Sterne, dann lägt de Hohner gerne."

Maria Lichtmeß ist einer der wichtigsten Lostage, das beweisen schon die große Anzahl der Regeln, die für diesen Tag gelten.
Das Wetter dieses Tages soll bestimmend für die kommenden Monate sein. Für den Bauern beginnt nun das Frühjahr.
Vielfach wird schon das Abendessen bei Tageslicht eingenommen aber am Lichtmeßtag darf die Sonne noch nicht viel scheinen:

  •  „Lechmissen het et: Buur rösse di, et wärd alle Dage bäter."
  • „Lichtmessen müssen die Herren bei Tage essen."
  • „Wenns an Lichtmeß stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit, ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell."
  • „Ist's zu Lichtmeß licht, geht der Winter nicht."
  • „Lichtmeß hell und blank, dann ward den Bur sien Faß gaut lank."
  • „Lichtmeß im Klee, Kalmtag im Schnee."
  • „Lechtmissen mot de Sünne so lange schienen, dat de Reiter sin Pärd saddeln kann."
  • „Nao Lechtmissen truet de Foß dat Ihs (Eis) nich mehr."
  • „Nao Lechtmis fallt de Snee up'n heeten Steen."

Zu den Wetterpropheten:

  • „Blasius (3. 2.) stott den Winter de Hören aff."
  • „Is äs up St. Blasius (3. 2.) kaolt, wärd de Winter nich mehr aolt."
  • „Agatha (5. 2.), die Gottesbraut macht, daß Schnee und Eis auftaut, aber oft bringt Dorothee (6. 2.)
    hernach noch den meisten Schnee."
  • „Sankt Eulalia (12. 2.)  im Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein."
  • „Dat Wedder am Sankt Petritag (23. 2.) duert noch aover vertig Dag."

Am 24. Februar ist das Fest des hl. Matthias. Er ist ein bekannter Wetterprophet. An diesem Tage soll das Wetter umschlagen,
ganz gleich, wie es bisher gewesen ist, ob es kalt oder warm war:

 „Matthias (24.2.) brekt dat Ihs un find't hei kins, dann maokt hei watt."

  • „Wenn Matthias kommt herbei, legt das Huhn das erste Ei."

„Ist Romanus (28.1) hell und klar, deutet's auf ein gutes Jahr."