Dem April traut der emsländische Landmann Stabilität nicht so richtig zu:

  • De April hett sien eegen Will."
  • ,,Is April ok noch so gut, so schneit he de Schöper up den Hot."

Ein feuchter, nasser, stürmischer April verheißt allerdings eine gute Ernte:

  • ,,April kaolt un natt, füllt de Buer Spieker un Fatt."
  • „Makt de Prill n'groten Spektokel, gifft Heu un Korn in'n dicken Stapel."

Schnee darf es im April noch geben, er soll dem Wachstum gut tun:

  • „Aprilschnee Mist, Märzschnee frißt."

In den April fällt auch meistens das Osterfest. Mit der Karwoche ist es auch unter den Bauern-
und Wettersprüchen zu finden:

  • „Ist der Grüne Donnerstag weiß, so ist der Sommer heiß."
  • „Oster- und Karfreitagsregen bringen selten Erntesegen."

Vom Palmsonntag heißt es:

  • „Wenn Palmen trocken heimgebracht werden, dann gibt es auch gutes Erntewetter."

An den beiden letzten Tagen der Karwoche darf es nicht frieren:

  • „Wenn use läwe Här in'n Grawe früß, dann früß't bet Pinksten."
  • „Wao de Wind sitt Pausken (Ostern) unner de Misse, is he säwen Wäken wisse."

Schönes Wetter April findet nicht den Beifall der Bauern:

  • „Singt de Pogge (Frosch) vör Midde April, mot se noher schwiegen still."

Der April hat auch seine Wetterpropheten:

  • ,,Kommt Tiburtius (14. 4.) mit Schall, bringt er Gauch (Kuckuck) und Nachtigall."
  • „Regnet's am Georgitag (23. 4), währt noch lang des Regens Plag."
  •  „Quakt de Frosch am Markus (Markustag = 25.4.) vull, schwiegt he doför noher stull."
  • „Friert's am Tag von Sankt Vital (28.4.), friert es wohl noch fünfzehnmal."